Les nouvelles: Preis für Zweisprachigkeit 2026
Schwerpunkt
Die Zweisprachigkeit zählt zu den strategischen Schwerpunkten der Hauptstadtregion Schweiz. Um den kulturellen Dialog und das gegenseitige Verständnis zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken, vergibt sie seit 2023 den «Preis für Zweisprachigkeit – Unterstützung für den künstlerischen Nachwuchs in der Hauptstadtregion Schweiz».
Vom 15. Juni bis 15. September 2026 läuft die Ausschreibung für die aktuelle Ausgabe des Förderpreises. Ausgezeichnet werden professionelle Nachwuchstalente aus Kunst und Kultur, deren Projekte sich kreativ mit Zwei- oder Mehrsprachigkeit auseinandersetzen und den Austausch zwischen den Sprachkulturen in den Mittelpunkt stellen. Insgesamt stehen Förderbeiträge von 15'000 Franken zur Verfügung, die auf ein bis drei Projekte verteilt werden können.
In den vergangenen Jahren wurden bereits verschiedene innovative Vorhaben ausgezeichnet:
- 2023 erhielt das Theaterkollektiv Actif Posthelvetia den Preis für «La soirée posthelvétique».
- 2024 wurden die Bieler Performance-Künstlerin und Musikerin Rebecca Solari mit ihrem Projekt «solo brodo» sowie die Akademie für aktuelle Musik Schweiz für ein Musiklager am Schwarzsee prämiert.
- 2025 ging die Auszeichnung an den Berner Filmemacher Djibril Vuille für sein dreisprachiges Spielfilmprojekt «Schoggi».
Mit dem Preis unterstreicht die Hauptstadtregion Schweiz ihr Engagement für die kulturelle Vielfalt und die Förderung des professionellen künstlerischen Nachwuchses in unserer mehrsprachigen Region.
14. Forum der Hauptstadtregion Schweiz
Raum und Mobilität: Wie sieht die Planung einer Region im Wandel aus?
Am Freitag, 13. November 2026, findet das Forum der Hauptstadtregion Schweiz in der EPFL Microcity in Neuenburg statt. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Themen Mobilität und Raumplanung – zwei zentrale Hebel für die nachhaltige Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Vor dem Hintergrund wachsender Bevölkerungszahlen, infrastruktureller Herausforderungen und ambitionierter Klimaziele gewinnt die Raumplanung zunehmend an Bedeutung. Sie steht vor der Aufgabe, wirtschaftliche Entwicklung, territorialen Zusammenhalt und hohe Lebensqualität miteinander in Einklang zu bringen. Während das Raumkonzepts Schweiz soeben aktualisiert wurde, bleiben wichtige Fragen offen: Wie kann eine Region gestaltet werden, die gut vernetzt, attraktiv und gleichzeitig den gesellschaftlichen Bedürfnissen sowie den verfügbaren Ressourcen gerecht wird?
Mit Blick auf die Vorlage «Verkehr ’45», welche den Ausbau der zentralen Mobilitätsinfrastrukturen festlegt, widmet sich das Forum 2026 diesen Herausforderungen aus einer strategischen Perspektive. Im Fokus stehen die nationalen Leitlinien sowie wegweisende Projekte, die die Entwicklung der kommenden Jahrzehnte prägen werden.
Das Forum bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und weiteren Institutionen. Ziel ist es, gemeinsame Lösungsansätze zu diskutieren und Impulse für eine ausgewogene und zukunftsorientierte Entwicklung der Hauptstadtregion Schweiz zu setzen.
3 Fragen an
Laurent Favre, Regierungsrat Neuenburg
Das Forum 2026 der Hauptstadtregion Schweiz wird die notwendige Verknüpfung zwischen Mobilität und Raumentwicklung in den Mittelpunkt stellen. Was erhoffen Sie sich von dieser Veranstaltung?
Grossprojekte im Bereich Mobilität müssen sich n eine nachhaltige Raumentwicklung einfügen, die es ermöglicht, Wachstum, Senkung der CO?-Emissionen und Lebensqualität miteinander zu verbinden. Dies erscheint heute selbstverständlich, war jedoch bislang in der politischen Debatte auf Bundesebene kaum ein Thema. In diesem Sinne wurde im Rahmen der Strategie «Verkehr ‘45» des Bundesrats unter der Leitung von Prof. Weidmann eine multidisziplinäre Evaluation. durchgeführt. Die daraus gewonnen Erkenntnisse, verdienen es, mit unseren fünf Kantonen, Regionen und Agglomerationen geteilt zu werden. .
Es wird uns eine besondere Freude sein, den Autor der Studie persönlich willkommen zu heissen und den Austausch mit ihm zu nutzen, um unsere Überlegungen und Positionen weiter zu schärfen.
Angesichts begrenzter Ressourcen und wachsender Mobilitätsbedürfnisse: Nach welchen Kriterien sollten Infrastrukturinvestitionen und raumplanerische Entscheidungen auf überregionaler Ebene aufeinander abgestimmt werden?
Angesichts dieser Herausforderung hat das UVEK Prof. Weidmann beauftragt, die Relevanz der wichtigsten Eisenbahn-, Autobahn- und Agglomerationsprojekte sowohl unter finanziellen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf eine nachhaltige Raumentwicklung zu prüfen. Diese multimodale Studie hat wertvolle Erkenntnisse geliefert, die als Leitfaden für die politischen Entscheidungen auf Bundesebene dienen . Unabhängig davon wird es jedoch unerlässlich sein, den heutigen Mehrwertsteuerzuschlag von 0,1 Prozent, über das Jahr 2031 hinaus beizubehalten, um den Bahninfrastrukturfonds (BIF) weiterhin zu alimentieren. Nur so kann der Ausbau der Infrastruktur gewährleistet werden, um den Herausforderungen und Erwartungen der Schweizer Bevölkerung und der Unternehmen gerecht zu werden.
Wie soll sich die Hauptstadtregion Schweiz im Vorfeld der Vernehmlassung zu «Verkehr ‘45» positionieren, welche die Grundzüge des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur festlegen wird?
Zunächst sind selbstverständlich die Kantone dafür verantwortlich, ihre Strategien und Bedürfnisse im Bereich der Mobilität im Rahmen ihres kantonalen Richtplans festzulegen. Der Kanton Neuenburg hat sich daher bereits 2016 mit der multimodalen Strategie «Mobilité 2030» eine klare Ausrichtung gegeben, die durch den Bau der Direktverbindung Neuenburg–La Chaux-de-Fonds eine starke Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf den öffentlichen Verkehr anstrebt. Diese Strategie wurde von der Neuenburger Bevölkerung mit einer Zustimmung von über 84 Prozent deutlich gutgeheissen. Bei Projekten mit strukturprägender Bedeutung – sei es auf interkantonaler und/oder internationaler Ebene – und deren Finanzierung über Bundesmitteln erfolgt, ist die Zusammenarbeit mit den interkantonalen Konferenzen und dem Bund von grundlegender Bedeutung. So können Projekte abgestimmt und erfolgreich umgesetzt werden.
Letztlich sind es der Bundesrat und anschliessend die eidgenössischen Räte, die über die Realisierung der grossen Infrastrukturvorhaben entscheiden, indem sie die Mittel aus dem Bahninfrastrukturfonds (BIF) und dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAF) sprechen.
In diesem Kontext kommt der Hauptstadtregion Schweiz eine wichtige Rolle zu: Sie kann dazu beitragen, die Projekte unserer fünf Kantone auf Bundesebene wirkungsvoll zu vertreten.
Mitgliederversammlung 2026 in Freiburg
Die Mitgliederversammlung der Hauptstadtregion Schweiz fand am 29. Mai 2026 im Werkhof in Freiburg statt. Im Mittelpunkt standen die Tätigkeiten des Vereins im vergangenen Jahr sowie die strategischen Schwerpunkte für die Zukunft.
Ein wichtiges Handlungsfeld blieb die Förderung der Zwei- und Mehrsprachigkeit. Mit dem «Preis für Zweisprachigkeit» wurde 2025 der Berner Filmemacher Djibril Vuille für sein mehrsprachiges Spielfilmprojekt «Schoggi» ausgezeichnet. Darüber hinaus unterstützte die Hauptstadtregion Schweiz Sprachaustauschprogramme für Schülerinnen und Schüler, TANDEM-Partnerschaften für Mitarbeitende der Verwaltungen und Sprachaufenthalte für Lernende.
Im Bereich der wirtschaftlichen und räumlichen Entwicklung engagierte sich die Hauptstadtregion Schweiz aktiv bei der Überarbeitung des Raumkonzepts Schweiz. Dabei konnte die Region als eine der prägenden Grossregionen des Landes verankert werden. Auch das Cluster Food & Nutrition entwickelte sich weiter und stärkte mit Veranstaltungen und Projekten die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Forschung und Landwirtschaft.
Rückblickend wurde zudem das 13. Forum der Hauptstadtregion Schweiz gewürdigt, das die Chancen und Herausforderungen von Grossveranstaltungen für die regionale Entwicklung thematisierte. Carine Cornaz Bays, Projektleiterin der «Swiss Cheese Awards 2026», gewährte in ihrem Gastreferat spannende Einblicke in die Vorbereitungen der Veranstaltung und zeigte auf, welche nachhaltigen Potenziale grosse Kulturveranstaltungen für lokale Akteurinnen und Akteure schaffen können. Gleichzeitig wurde ein Ausblick auf das 14. Forum gegeben, das sich den Themen Mobilität und Raumplanung widmen wird.
Im Rahmen der Versammlung wurden zudem mehrere langjährige Vorstandsmitglieder verabschiedet: Daniel Lehmann (Regionalverband See), Christoph Ammann (Regierungsrat Kanton Bern) und Thierry Steiert (Vorstand Agglomeration Freiburg). Gleichzeitig wurde das Co-Präsidium mit Didier Castella und Andrea de Meuron für eine weitere Amtsperiode von 2026 bis 2027 bestätigt. Der Anlass klang mit einem gemeinsamen Mittagessen sowie einer Führung durch die Maquette Espace 1606 in Freiburg aus.